Salvatorischer Begegnungstag

Der salvatorianische Begegnungstag in Lochau

 

Das war der Salvatorianische Begegnungstag

 

Biblische Grundlagen Salvatorianischer Spiritualität

P. Jordan gründete den Orden der Salvatorianer in einer Zeit größter Bedrängnis für die Kirche. Unter staatlichem Druck wurden im 19. Jahrhundert in Europa unzählige Klöster geschlossen, die Priesterausbildung und der seelsorgliche Dienst behindert. Nachwuchssorgen und Spannungen innerhalb der Ordensgemeinschaften verschärften die Krise. In dieser bedrückenden Situation ließ Jordan sich treffen von dem Auftrag, den der Auferstandene seinen mutlos gewordenen Jüngern gibt: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen“ ( Mk 16,15). Nicht nur Geistliche, alle sollten den Glauben bezeugen und so dem allgemeinen Abwärtstrend entgegenwirken. Das war Jordans Grundgedanke.

Zwei Texte stellt er im Zuge der weiteren Klärung seiner Idee mehrfach nebeneinander:  Dan 12,3 und  Joh 17,3. In den prophetischen Visionen des Danielbuches konnte er die Bedrängnisse seiner Gegenwart erkennen aber auch die Verheißung, dass das Unheil nicht von Dauer sei und dass diejenigen, die an der Sehnsucht nach dem Reich Gottes festhalten und sich trotz aller Widernisse für dessen Kommen einsetzen, den Sieg erringen und einmal wie Sterne leuchten werden. Joh 17,3, jene Stelle, die ihn im Sommer 1880 im Libanon in einem Augenblick des Gebets tief anrührte, ließ ihn begreifen, in welcher Weise man bei der Verkündigung des Evangeliums vorzugehen habe, so nämlich, dass die Menschen Gott erkennen und schon in ihrem irdischen Dasein anfangshaft etwas von der Fülle des ewigen Lebens erfahren.

Für uns heute bedeutet das, dass wir aus dem Bewusstsein heraus, ganz persönlich von Gott geliebt zu sein, voller Vertrauen und kreativ ans Werk gehen, um anderen zu helfen, aus ihren Dunkelheiten und Nöten herauszukommen und ihrerseits in eine Beziehung zu Gott, der Freiheit und Wachstum schenkt, einzutreten. 

Dieser Begegnungstag wurde gestaltet in  Salvatorkolleg Lochau. Gut 70 Teilnehmer hörten das Referat von P. Wolfgang Sütterlin SDS. Zeit zur Begegnung und zur Anbetung sowie die feierliche Eucharistiefeier gehörten zum Wesentlichen des Programms.